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Lemmy „White Line Fever“

28 Oktober, 2008

Die Autobiographie

Wenn dieser Tage von unterhaltsam geschriebenen Autobiographien von Pop-und Rockstars die Rede ist, fallen einem vor allem natürlich die Wälzer der Herren Bushido und Bohlen ein.

Ebenso erhellend und geradezu erheiternd ist der in England schon 2002 und bei uns 2006 erschienene Lebensrückblick des Herrn Ian Kilmister, besser bekannt als „Lemmy “ von Motörhead. Für nicht gerade wenige (und nicht nur für diejenigen, die ihn wegen Motörhead verehren), ist Kilmister das Arbeiterdenkmal des Rock’n Roll. Der lebende Beweis, dass Rocker und solche, die sich nicht nur so nennen, sondern ihre Ideale von Sex, Drugs & Rock’n Roll auch leben, nicht unbedingt mit Anfang zwanzig ins Gras beißen müssen.

Wie er das geschafft hat, was er in den Jahrzehnten auf der Überholspur des Lebens und überhaupt  „on the Road“ mit seinen früheren Bands (darunter den nicht eben unbekannten Psychorockern von „Hawkwind“ ) und natürlich mit DER Metalband Motörhead erlebt hat, ist auf 320 Seiten unterhaltsam und mit einer ordentlichen Prise Ironie und britischem Humor gewürzt zu lesen. ( In Anlehnung an eine Kindersendung der ARD aus den Siebzigern: Schmökern also mit Lemmy…)

Im Anhang findet man eine vollständige Diskographie ( bis 2006 ) und ein gutes Namens-und Sachregister.

Standort: Zentralbibliothek Musikabteilung Signatur Sbm 800 Kilmister

Hard-Fi “ Once upon a time in the west „

13 Dezember, 2007

 Once Upon a Time in the West

Wie war das noch gleich mit dem Wald , den man vor lauter Bäumen nicht mehr sieht??

Wer die Musik der Bands Kaiser Chiefs, Maximo Park oder Bloc Party liebt, sollte an dem zweiten Album der bei uns noch nicht ganz so gehypten Band Hard-Fi nicht vorbei hören.

Hard-Fi aus der Nähe von London mausert sich mit dieser Platte zu einem der heißeren Kandidaten derer, die am Thron der Großen des momentanen X-ten Britpophyps sägen.

„Once upon a time in the west“ hat alles, um mühelos in dieser musikalischen Premiere League  mitzuspielen!  Wildheit, Sentiment und einen Song, bei dem man denken könnte – is der nich von Robbie Williams…???

Auf dieser – ihrer zweiten – Scheibe schafft es die Band, raue Punkattitüde mit Mainstreamrock zu verschmelzen, ohne dass es nach Anbiederei klingt.

Sogar für Hymnen ist Platz auf diesem kleinen Geniestreich einer Band, die auf dem Sprung vom Geheimtipp zur angesagten großen Nummer ist. 

Anspieltipps: „Suburban knights“; „I shall overcome“; „Television“

Standort: Musikabteilung Elberfeld Signatur Rock Pop / 80.3214

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1001 Alben – Musik die Sie hören sollten, bevor das Leben vorbei ist

4 Dezember, 2007

 1001 Alben

 1001 Alben – Musik die Sie hören sollten, bevor das Leben vorbei ist

Hrsg. Robert Dimery
Edition Olms 
Zürich, 2006; 960 S.

Dieses Buch funktioniert prima! Gleich auf mehreren Ebenen ist es ein Gewinn.

Zum einen ist es den Herausgebern gelungen, ein äußerst kurzweiliges Nachschlagewerk der wichtigen Rock- und Popmusik der letzten 60 Jahre zu verfassen. Zweitens liegt hier ein wirklich ernst zu nehmender Kanon von Rock- und Popalben vor. Drittens steckt dieses Buch im Bezug auf die Auswahl der Interpreten und ihrer Musikprodukte voller Überraschungen!

Es kommen alle auf ihre Kosten: derjenige, der Orientierung benötigt im schier unendlichen und unübersichtlichen Dschungel der hörbaren Popkultur, aber auch der Kenner, der sich mit seiner mit scheinbarem Sachverstand selbst erarbeiteten Plattensammlung bestätigt und gebauchpinselt fühlt…

Als roter Faden dient die Chronologie der letzten sechs Dekaden. Die 1001 Alben werden ausnahmslos detailliert und kenntnisreich besprochen.

I-Tüpfelchen sind die Coverabbildungen, Produktionsdaten, Trackauflistungen und sogar die Spieldauer der einzelnen Scheiben.

Die Auswahl der Platten birgt diverse Überraschungen: neben den üblichen Verdächtigen – also den Beatles und „Stones“ - taucht auch Britney Spears auf oder sogar eher „Jazziges“ von Sinatra und Miles Davis.

Neben den eigentlichen Fakten werden häufig Anekdoten und Hintergrundgeschichten eingestreut, die wie Salz in der Suppe wirken und diesem exzellenten Nachschlagewerk seine spezielle Würze verleihen.

Fazit: ein rundum unterhaltsames Lexikon, toll illustriert. Zeitloses Standard(-Nachschlage)-Werk mit Kanonqualitäten!!!

Standort: Signatur Sbn 54 TAUS in den Zweigstellen Ronsdorf und Elberfeld / Musikabteilung

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Moneybrother „Mount Pleasure“

4 Dezember, 2007

Mount Pleasure 

Der Schwede Anders Wendin versteckt sich seit ein paar Jahren hinter dem Pseudonym „Moneybrother“. Gleichzeitig versammelt er  hinter diesem Namen ambitionierte Musiker seines Heimatlandes, um immer grandiosere Alben zu machen.

Sein aktuelles Album “Mount Pleasure“ vereinigt musikalisch in sich einen Stilmix aus Soul / Rock, aber auch Ska / Reggae.  Die 11 Songs auf dieser Platte variieren abwechslungsreich zwischen den Stilen und Stimmungen. Wendin hat ein tolles Gespür für die große Melodie. Sie ist der rote Faden, der dieses Album zusammenhält. Vor allem bei den Balladen ( hier ist vor allem das Duett  „It might as well be now“ zu nennen) wird man als Hörer tief in den Song hineingesogen und kann sich kaum von diesen Liedern trennen. Es bleibt nur, die Returntaste zu drücken.

Flottere, ja sogar tanzbare Songs finden sich natürlich auch auf dieser überdurchschnittlichen Scheibe.

Darüber hinaus birgt das Album aus Sicht der aktuellen deutschen Szene eine Überraschung: auf dem Bonustrack 11 (einer der Highlights der Platte ) findet sich ein weiteres Duett, „Magic Moments“, das Wendin mit Judith Holofernes der Sängerin von “ Wir sind Helden“ zum Besten gibt.

Neben den beiden Duetten sind die Titel „It will not happen here“ und  „Just another Summer“ weitere Anspieltipps auf diesem herausragendem Werk.

Allen denen diese Musik zusagt, sei gesagt: es wird nicht die einzige Scheibe von „Moneybrother“ sein, die wir in Zukunft in der Musikabteilung haben werden…

Signatur: CD Rock / Pop 80.3212 – Standort Musikabteilung Zentralbibliothek Elberfeld 

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