Wenn dieser Tage von unterhaltsam geschriebenen Autobiographien von Pop-und Rockstars die Rede ist, fallen einem vor allem natürlich die Wälzer der Herren Bushido und Bohlen ein.
Ebenso erhellend und geradezu erheiternd ist der in England schon 2002 und bei uns 2006 erschienene Lebensrückblick des Herrn Ian Kilmister, besser bekannt als „Lemmy “ von Motörhead. Für nicht gerade wenige (und nicht nur für diejenigen, die ihn wegen Motörhead verehren), ist Kilmister das Arbeiterdenkmal des Rock’n Roll. Der lebende Beweis, dass Rocker und solche, die sich nicht nur so nennen, sondern ihre Ideale von Sex, Drugs & Rock’n Roll auch leben, nicht unbedingt mit Anfang zwanzig ins Gras beißen müssen.
Wie er das geschafft hat, was er in den Jahrzehnten auf der Überholspur des Lebens und überhaupt „on the Road“ mit seinen früheren Bands (darunter den nicht eben unbekannten Psychorockern von „Hawkwind“ ) und natürlich mit DER Metalband Motörhead erlebt hat, ist auf 320 Seiten unterhaltsam und mit einer ordentlichen Prise Ironie und britischem Humor gewürzt zu lesen. ( In Anlehnung an eine Kindersendung der ARD aus den Siebzigern: Schmökern also mit Lemmy…)
Im Anhang findet man eine vollständige Diskographie ( bis 2006 ) und ein gutes Namens-und Sachregister.
Standort: Zentralbibliothek Musikabteilung Signatur Sbm 800 Kilmister



