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Daniel Hope „Wann darf ich klatschen?“

22 Oktober, 2009

Wann darf ich klatschen?: Ein Wegweiser für KonzertgängerAir-a Baroque Journey

Daniel Hope ist einer der momentan erfolgreichsten Soloviolinisten auf diesem Planeten. Seine letzten  der Barockepoche verpflichteten Alben waren große Verkaufserfolge. Durch die damit verbundene Medienpräsenz ist er auch einem breiten Publikum jenseits der Klassikszene ein Begriff geworden. Nun hat er ein wirklich beachtenswertes Buch geschrieben. Aus der Sichtweise eines Insiders beschreibt er minutiös den Ablauf eines Konzertabends und erklärt so den interessierten Lesern viele Details vor und hinter der Bühne, die  – und das ist das bemerkenswerte -, mit kritischer Distanz und Humor den gängigen Klassikbetrieb und seine oft aufgeblasenen Rituale neu bewerten und erklären.

Gleichfalls versetzt sich Hope in die Rolle des Publikums, das den Künstler auf der Bühne erlebt. Aus dieser Sichtweise eines vergleichsweise jungen und offenen neuen Typus von konzertinteressierten Musikfreunden beantwortet er Fragen, die viele Menschen die in ein klassisches Konzert gehen haben, aber nicht zu stellen wagen.

Seine Absicht ist es mit diesem Buch, Schwellenängste bei denen abzubauen, die die Klassikszene als elitär oder alten Ritualen verpflichtend ansehen, trotzdem aber gerne mal in ein Konzert gehen würden. Er bricht vielmehr eine Lanze, für einen neuen Ansatz der Präsentation von klassischer Musik in Konzerten. Ihm ist es ein Anliegen, auch durch seine Art die Musik selbst in Konzerten zu vermitteln, ein neues jüngeres Publikum für die sogenannte klassische Musik zu interessieren.

Dies ist ihm mit diesem in äußerst lesbarem Stil geschriebenen Buch schonmal gelungen.

Parallel dazu ist eine neue CD von ihm erschienen, die ebenfalls mit zum Teil seltenst eingespielten Barockperlen der Violinliteratur glänzt.

Beide Medien sind in der Musikbibliothek der Zentralbiliothek zu entleihen!

Das Buch unter der Signatur  Sbg 2 HOPE, die CD „Air a Baroque Journey“ unter der Signatur Instrumentalmusik Sampler 30. 271

Pearl Jam „Backspacer“

16 Oktober, 2009

 

 

Backspacer  (Deluxe Edition)Weil wir gerade von Grunge sprechen: wie können wir dann Pearl Jam vergessen, die vor ein paar Wochen Studioalbum Nummer 9 veröffentlicht haben. Also flugs noch diese Platte angepriesen!!!

Wie gewohnt bekommt man von der Combo um Eddie Vedder kein schlechtes Stück Musik geliefert. In all den Jahren wurden sie irgendwie zum Vfb Stuttgart der Rockszene. Immer stark bis solide, bisweilen überragend – je nach Saison ( Album ). „Backspacer“ nun ist wieder ein Anwärter auf die Championsleague! Kurz und knackig mit unter vierzig Minuten Spielzeit kommt man zur Sache und stößt ins Herz des Rock vor ohne um den heißen Brei herumzumusizieren wie zu Zeiten von No Code oder Vitalogy. Und alle sind sie wieder mit an Bord: die Rocker wie „Got some“, „The Fixer“, aber auch betörend schöne  Balladen wie „Just Breathe“ & „Amongst the Waves“.

Musikabteilung: CD Heavy Metal Hardrock Punk / 80.449 oder Bestseller CD / 511

Alice in Chains „Black gives way to blue“

16 Oktober, 2009

 

 

Black Gives Way to BlueDirt

Eine Legende der 90er Jahre sind mit einem nicht mehr für möglich gehaltenem neuen Album zurück. Alice in Chains, die zusammen mit Nirvana, Soundgarden und Pearl Jam die Speerspitze der Seattle-Grungeszene waren, haben mit einem neuen Sänger, der stimmlich exakt  die Lücke des verstorbenen  Layne Staley ausfüllt ein grandioses Werk aufgenommen. Die neue Platte ist genauso düster und schwermütig metallen, wie „Dirt“ oder das letzte mit Staley aufgenommene „Alice in Chains“. Musikalisch hat sich also nicht wirklich was verändert. Aber deshalb mochte man ja die Band und wollte eigentlich auch nie was anderes hören als den schweren melancholischen Metal der vier Musiker aus dem Norwesten der Staaten. Die eigentliche Überraschung ist nur, das sich die Band nach 14 Jahren überhaupt nochmal aufgerafft ein neues Opus zu präsentieren.

Jerry Cantrell, Gitarrist und Mastermind der Kapelle hatte in den letzten Jahren bereits zwei Soloalben veröffentlicht, bei denen zum Teil  die verbliebenen Mitglieder von AIC mitmischten. Diese Platten waren musikalisch die direkte Fortsetzung dessen was man auch von der Band erhofft hätte, wenn sie denn noch existierte. Also war ein Quantensprung in eine andere Richtung auch mit neuem Sänger nicht gerade zu erwarten.

Wer also Alice in Chains schon immer mochte, oder einfach nur ein schön düsteres Metal-Herbstalbum hören will, kann dies in der Musikabteilung unter CD Heavy Metal Hardrock Punk / 80.2465 ausleihen. Die alte Scheibe „Dirt“ gibt’s auch bei uns und die ist ein echter Metalmonolith und DAS Album der Band überhaupt. ( CD Heavy Metal Hardrock Punk / 80.2086 )

Muse “ The Resistance „

16 Oktober, 2009

The Resistance

Um mal wieder was Neues in dieser Rubrik zu besprechen, wurde lange überlegt was ein aktuelles „Konsensalbum“ sein könnte. Nun gut – die neue Muse!

Subjektiv betrachtet ist “ The Resistance“ das bisher schwächste Album dieser Band. Aber was heißt hier eigentlich schwach und das bei einer Band wie Muse…??? Nicht das in dieser Scheibe nicht  musikalisches Feuer stecken würde und  kreative Ideen verbraten werden, die bei anderen Musikanten zur Erstellung von drei Alben gereicht hätten. Aber selbst beim wiederholten Durchhören der Scheibe bleibt ein schaler Beigeschmack. Es schmeckt nämlich nach Hochglanzpolitur und überkandideltem Bombastrock.

Muse steht ja nun schon seit ihrem 1999er Debüt „Showbiz“ für innovativen Artrock, der sich bei allerlei anderen Stilen bedient und dabei trotzdem immer etwas Neues geschaffen hat, was originär schien und sicher den Erfolg der Band rechtfertigt. Auf dieser Platte  haben die drei Briten es aber  übertrieben. Das gesamte Werk ist überproduziert und wie mit Zucker übergossen. Selbst die knallharte Seite der Band kommt in den Krachern wie „ Unnatural Selection“ und „MK Ultra“ zuckersüß daher. Es gipfelt zum Schluß in einer dreiteiligen Bombastsinfonie  mit Namen „Exogenesis“. Überall zirpt und fiept es und zu allem Überfluss noch mit riesigem Orchester. Man weiß gar nicht, wo man hinhören soll.

Keine Missverständnisse: alles auf dieser Platte hört sich SCHÖN an und wird Millionen Menschen auf diesem Planeten rauschhafte Hörerlebnisse liefern, aber es ist gleichzeitig zu viel – viel zu viel!!!! Matt Bellamy, der geniale Kopf und Songschreiber der Band, glänzt hier erstmals sogar mit unverholen offen präsentierten Zitaten aus dem schier unerschöpflichen Fundus der Klassik: Chopin, Saint Saens und Tschaikowsky werden verbraten, dass es eine Art hat….

Muse lässt sich mit dieser Scheibe nur zwei Optionen für die Zukunft offen: entweder geht’s schnurstracks in Richtung rosafarbenem BombastPOP und wird belanglos, oder das Projekt Muse implodiert zum straighten Punkrock. Alles scheint mit „The Resistance“ ausgereizt.

Nach Yes und Genesis kamen in den Siebzigern bekanntlich die RAMONES und Sex Pistols….. 

Standort in der Musikabteilung der Zentralbibliothek: CD Rock Pop / 80.1060 oder Bestseller CD 26 bzw. 61

Dirty Projectors “ Bitte Orca „

27 Juni, 2009

 

Bitte Orca

Diese Platte muss hier einfach kurz besprochen werden. Die Dirty Projectors sind eine Combo aus New York, die mit wechselnden Musikern um das Bandmastermind David Longstreth fantastisch unangepasste Musik macht.

Das neue Album mit dem Namen „Bitte Orca“ – schon der Titel is ja wohl an sich der Brüller – ist von einer geradezu charmenten Unzugänglichkeit, die einen schon beim ersten Hören wie vom Blitz getroffen zurücklässt. Die Musik auf dieser Scheibe ist voller Brüche, hypernervös, hysterisch, kindlich bunt – mega anstrengend. Jeder einzelne der neun auf diesem Longplayer versammelten Songs steckt so voller Überraschungen und harmonisch-rhythmischen Wendungen, dass es eine Art hat…

Vor dem inneren Auge des Verfassers dieser Zeilen entstanden beim Hören dieses Werks sofort freie Assoziationen mit Bildern aus den Bereichen der naiven Kunst oder der Art Brut. Kunst also, die auf den ersten Blick  scheinbar zu durschauen ist, weil sie vordergründig zu sein scheint. Beim genaueren Betrachten (Hören), wird aber offenbar, wie doppeldeutig, hintergründig dieses Werk ist und sich Abgründe ins Unbewusste auftun…

Nach dem Anhören von „Bitte Orca“ – sofern man überhaupt einen Zugang zu dieser Platte bekommt und es aushalten kann, diese bis zum Schluss zu hören – ist man fast schon süchtig danach, den Player auf Replay zu stellen. Zurück in Ohr und Hirn bleiben der zuckersüße gedoppelte Harmoniegesang elfenhafter Sopranstimmen, der von vielschichtigen polyrhythmischen Gitarrenläufen und ein paar elektronischen Soundschnipseln geradezu dekonstruiert wird. Kein Song auf dieser Platte ist berechenbar, die skurrilsten Ideen und Wendungen innerhalb der Lieder lassen den Hörer hin und wieder hell auflachen…. 

CD Rock Pop / 80.2415 in der Musikabteilung der Zentralbibliothek

Graham Coxon „The Spinning Top „

27 Juni, 2009

 

The Spinning Top

Das neue Album des ehemaligen Blur-Gitarristen Graham Coxon ist es allemal wert, über dieses BLOG angepriesen zu werden. Die letzten beiden Coxon-Werke waren ja eher vom Punk beeinflusste Scheiben. Es macht(e) Spaß zu hören, wie Mr. Coxon mit seinem großartigen Talent luftige Songs zu ersinnen, diese im rauen Sujet des Punk ansiedelt(e).

Aber auf diesen Silberlingen der Jahre 2004 & 2007 war schon zu hören, mit welch traumwandlerischer Sicherheit er sich auch ruhige fast balladesque anmutende Songs quasi aus dem Ärmel zu schütteln wusste. Ganz zu schweigen von den unsterblichen Songs, die er in seiner Zeit als Blur Sideman komponierte.

Auf  „The Spinning Top“ herrscht Akustiksound vor. Coxon hat mit diesem Album seine Songs in ein manchmal sogar folkartig anmutendes Korsett gezwängt, die den Songs sehr gut tun. Irgendwie hatten Verehrer seiner Musik es ja schon geahnt: auch viele frühere Lieder besitzen eine luftige Leichtigkeit, die selbst mit ihrer Punkattitüde  den einen oder anderen zum munteren Mitpfeifen beim Fensterputzen oder ähnlich lapidaren Alltagsverrichtungen animiert haben dürften. Songs wie „In the Morning“ oder „Perfect Love“ vom neuen Album sind in diesem Sinn prachtvolle Edelsteine im Songcollier aus dem Hause Coxon!!!

CD in der Zentralbibliothek unter CD Rock Pop / 80.2944

Bela Fleck & The Flecktones “ Live at the Quick“

23 April, 2009

 

Produkt-Information

Und gleich noch ‘ne neue Platte im Bestand, die es wert ist angepriesen zu werden!!

Und dann auch noch Jazz – das hat es hier ja bisher nicht gegeben…

Nun muss diese Platte ja etwas haben, dass sie von den Menschen. die hier nur Rocksachen besprechen, so über’n grünen Klee globt wird. Ja also,….

Dieser Bela Fleck ist einfach ein Zauberer auf seinem Instrument – dem BANJO!!!!!

Als ausgewiesener Jazz und Bluegrassmusiker hat er auf diesem umwerfenden Livealbum eine Band um sich geschart, die allesamt wie er Ausnahmemusiker sind. Allen voran Victor Wooten, der in der Jazzszene den Ruf hat, wie Marcus Miller ein Magier auf seinem Instrument zu sein. (Anspieltipp auf der Platte: Wootens Improvisation über „Amazing Grace“ !!!) Mit von der Partie sind auf diesem Album, das stilistisch Stücke aufweist, die hauptsächlich in den Bereich des Fusion-Jazz einzuordnen ist, sind Flecks Mitstreiter, die ihn seit Jahren als Ausnahmeband „The Flecktones“ begleiten.

Als Knüller des mitgeschnittenen Abends tritt ein mongolischer Obertonsänger auf, der bei zwei Songs Teil der unglaublichen Performance auf diesem Album ist. Ein weiteres Highlight ist Flecks Improvisation über eine Bach’sche Lautensuite auf dem Banjo – unglaublich!!! Virtuoser geht’s nimmer….

Fazit: höchst unterhaltsame und virtuos vorgetragene Fusion-Jazzmucke, die schon wegen des verwendeten Instrumentariums der Brüller ist.

Standort: Zentralbibliothek Musikabteilung CD Modern Jazz / 60.394

The Decemberists “ The Hazards of Love „

20 April, 2009

 

The Hazards of Love

2009  – und noch keine CD Empfehlung im Blog der Stadtbibliothek – na jetzt aber mal….

Auf der anderen Seite: wer liest das hier eigentlich und orientiert sich mit seiner eigenen Ausleihe daran? Hiermit soll ermuntert werden zum Schreiben von Kommentaren zu den von uns für Sie ausgewählten Medien. Die Möglichkeit besteht und es ist für alle hier Beteiligten von Nutzen, wenn hin und wieder mal eine Rückmeldung aus den schier unendlichen Weiten des Internets an uns zurückfließt – Dank schon mal…

Aber nun zum musikalischen Ereignis: die kleine Kapelle um ihr Mastermind Colin Meloy, die sich in den letzten Jahren schon tolle Musik für ihre Platten „The Crane Wife“ und „Picaersque“ ausgedacht hat, erstaunt die Gemeinde der Musikliebhaber mit „The Hazards of Love“ auf’s Neue. In Zeiten von Download und MP3 staunt man nicht schlecht, das uns die Musik auf „Hazards…“ als in einem Guss durchkomponiertes Werk und inhaltlich (fast) antiquiert in Form eines Konzeptalbums wie in dern 70ern daherkommt. Wer sich mit den oben erwähnten Vorgängeralben der Band beschäftigt hat, wird allerdings weniger von den Socken sein, da der Schritt zum monolithischen Konzeptalbum nur folgerichtig war.

Textlich zwar ziemlich krude und in der Form einer Moritat des 19.Jahrhunderts daherkommend, eröffnet uns dies Album mit seinen bittersüßen Melodien aber auch Momenten äußerster Gespannt-und Gereiztheit einen tiefen Einblick in das musikalische Universum jener Band, die sich gleichzeitig als Lordsiegelbewahrer der Folktradition, aber auch als Speerspitze des Progrssive(rock)folk versteht. Reich an musikalischen Zitaten der oben erwähnten 70er ist diese Musik zweifelsohne. Aber es entsteht durch die ungewöhnliche Anlage als inhaltliches Konzept etwas, was einem als Freund von King Crimson, Pink Ployd oder Fairport Convention irgendwie bekannt vorkommt, doch aber auch spannend und Neu ist. Hier und da mäandert sogar dickhosiger Metal neben gar lieblich gezupften Folkweisen daher und das hat was….

Mit Sicherheit eine DER Platten des Jahres – erst recht, wenn man mit der Musik von vor vierzig Jahren was anzufangen weiß.   Auszuleihen unter der Signatur CD Rock Pop / 80.2470 in der Musikabteilung der Zentralbibliothek

Guns ‘n Roses „Chinese Democracy“

13 Dezember, 2008

Chinese Democracy

 

Am Ende des Jahres soll es hier in unserer kleinen Rubrik nochmal um eine Platte gehen, die landauf, landab in aller Munde ist. Unter vielen Weihnachtsbäumen wird sich wohl dies Jahr ein Exemplar dieser Scheibe finden. Bei uns können Sie „Chinese Democracy“ gleich in mehreren Exemplaren ausleihen. Über das Album ist ja eigentlich mehr als genug geschrieben worden. Hier also nur kurz etwas zum Wesentlichen: zur Musik!!

Axl Rose hat über mehr als 15 Jahre mit wechselnden Studiomusikern ein 71 minütiges Opus eingespielt, das sich  zu hören lohnt! Musikalisch ist die Platte alles andere als vorhersehbar und langweilig! Rose bedient sich anders als bei den klassischen Gunner’s Platten nicht nur einer Stilrichtung, sondern experimentiert hier mit diversen Stilen und Einflüssen. Ausflüge in Noise und Industrialklänge findet man ebenso wie Anklänge an Funk & Soul. Vor allem fällt auf, dass er den Hang zur großen ( manchmal fast überproduzierten) Pose entwickelt hat. Opulent ausgestaltete sieben Minuten Songs mit Bläser-und Streichersatz sind keine Seltenheit auf „Democracy“. Dabei gelingt ihm mit einigen Tracks ( „Better“, „Sorry“, „Prostitute“) wirklich der große melodiöse Gänsehaut-Wurf.

Sein größtes Pfund ist aber seine Stimme. Wohl kaum jemand vermag so viele Stimmfärbungen in einem einzelnen Song unterzubringen wie Rose. Vom abgestochenen Schwein, über greinendes Baby zum tremolierenden Metalsopran, bis hin zum sonoren Bassorgan hat Rose alles drauf. Regelrecht schizophren ( Spiegel seiner Persönlichkeit) sind seine Stimmmöglichkeiten. Und mit diesen wuchert er auf dem Album wie noch auf keinem klassischen Gun’nRoses Album vorher. Fazit: überaus gelungene und sich bei jedem weiteren Hören neu erschließende Platte, auf die man sich als alter Gunner’s Fan einlassen kann, aber auch als „Neuhörer“ Vergnügen finden kann.

Standort: Zentralbibliothek CD Heavy Metal Hardrock Punk 80.3531 / Bestseller CDs 906 & 907

Barmen: CD 80.782

Calexico „Carried to Dust“

28 Oktober, 2008

Carried to Dust (Digi)

Musik in epischer Breite, den Soundtrack zu Roadmovies, die einen durch die karge Landschaft der US-Wüstenstaaten begleiten, skurrile Soundschnipsel, die mal an Mariachi, mal an Folksongs erinnern, all das vermisste man auf dem vor gut zwei Jahren erschienenen Album „Garden Ruin“. Calexico hatte beschlossen,  sich musikalisch in andere Gefilde zu entfernen - mal nicht den eingeschlagenen Weg weiter auszutreten.  Alles ganz ehrenwert – aber….

Offensichtlich fanden weder Fans noch die Musiker selbst zu sehr Gefallen an dieser neuen Richtung.

„Carried to dust“ ist nun wieder genau das, was der Freund der Musik des Duos Convertino / Burns gerne hören will und was schmerzlich vermisst wurde. Im Überschwang ist dem wechselnden Ensemble um die beiden ständigen Bandleader sogar das vielleicht beste Album der Bandgeschichte gelungen. Alles wie gehabt und noch eine Spur sicherer musiziert und produziert als auf den früheren bisherigen Bestmarken wie „Black Light“ und „Hot Rail“.   Anhören! – und wenn möglich die alten Dias vom Arizonatrip von vor zehn Jahren rausholen…

Standort: Zentralbibliothek Musikabteilung CD 80. 3466