Eine Legende der 90er Jahre sind mit einem nicht mehr für möglich gehaltenem neuen Album zurück. Alice in Chains, die zusammen mit Nirvana, Soundgarden und Pearl Jam die Speerspitze der Seattle-Grungeszene waren, haben mit einem neuen Sänger, der stimmlich exakt die Lücke des verstorbenen Layne Staley ausfüllt ein grandioses Werk aufgenommen. Die neue Platte ist genauso düster und schwermütig metallen, wie „Dirt“ oder das letzte mit Staley aufgenommene „Alice in Chains“. Musikalisch hat sich also nicht wirklich was verändert. Aber deshalb mochte man ja die Band und wollte eigentlich auch nie was anderes hören als den schweren melancholischen Metal der vier Musiker aus dem Norwesten der Staaten. Die eigentliche Überraschung ist nur, das sich die Band nach 14 Jahren überhaupt nochmal aufgerafft ein neues Opus zu präsentieren.
Jerry Cantrell, Gitarrist und Mastermind der Kapelle hatte in den letzten Jahren bereits zwei Soloalben veröffentlicht, bei denen zum Teil die verbliebenen Mitglieder von AIC mitmischten. Diese Platten waren musikalisch die direkte Fortsetzung dessen was man auch von der Band erhofft hätte, wenn sie denn noch existierte. Also war ein Quantensprung in eine andere Richtung auch mit neuem Sänger nicht gerade zu erwarten.
Wer also Alice in Chains schon immer mochte, oder einfach nur ein schön düsteres Metal-Herbstalbum hören will, kann dies in der Musikabteilung unter CD Heavy Metal Hardrock Punk / 80.2465 ausleihen. Die alte Scheibe „Dirt“ gibt’s auch bei uns und die ist ein echter Metalmonolith und DAS Album der Band überhaupt. ( CD Heavy Metal Hardrock Punk / 80.2086 )

