Ralph Vaughan Williams ist einer der bedeutendsten englischen Komponisten des 20. Jahrhunderts und in unseren Breiten – und Längengraden leider immer noch für viele Zeitgenossen ein unbeschriebenes Blatt. Da er am 26.8. vor fünfzig Jahren starb, ist dies Anlaß genug, ihn in unserem Blog den geneigten Hörern ans Ohr zu legen.
Im angelsächsischen Raum genießt der Komponist bis heute eine ungebrochene Popularität, die sich darin zeigt, das viele seiner Werke bis heute fest im Repertoire der Orchester, Chöre und Kammermusikensembles verwurzelt sind. In Deutschland ist erst in den letzten Jahren eine gewisse „Vaughan Williams – Renaissance“ auszumachen. Einige große und bedeutende Orchester haben diesen begnadeten Melodiker für sich (wieder-) entdeckt und bringen sein umfangreiches Oeuvre zur Aufführung. Auch das Wuppertaler Sinfonieorchester hat in den letzten Spielzeiten einige seiner Werke erklingen lassen. Stellvertretend und geradezu als musikalischer Gipfelpunkt seines umfangreichen Schaffens, das fast alle Gattungen der klassischen Musik abdeckt, wollen wir seine neun Sinfonien empfehlen.
In ihnen kann man den musikalischen Reichtum und das melodische Universum von Vaughan Williams erforschen, da die neun Werke in ihrer Anlage zum Teil völlig unterschiedlich sind und sich programmatisch voneinander unterscheiden. Vaughan Williams ist ein Meister der Stimmungen und erreicht durch sein Geschick, die Orchesterfarben so nuanciert und gekonnt einzusetzten, den selben Effekt wie ein Maler, der die Farben seiner Palette meisterlich zur Wirkung bringt. Allen Sinfonien voran stehen die drei mit programmatischen Namen versehenen Sinfonien Nr. 1, 2 und 7. Wie es ihm in diesen Werken exemplarisch gelingt, den Hörer auf Reisen durch Landschaften (Antarktis und das Meer ) bzw. durch Städte ( A London Symphony ) mitzunehemen, ist außerordentlich. Ebenfalls ganz große Musik ist seine weltberühmte Romanze für Violine und Orchester „The lark ascending“, die jeder mit Interesse an klassischer Musik kennen sollte. Auch die Streichquartette, die ein Kleinod dieser Gattung darstellen und bei uns nahezu unbekannt sind, werden mehr als empfohlen.
Standort der CDs: Musikabteilung der Zentralbibliothek CD 30. 1694 ( The 9 Symphonies ) ; CD Instrumentalmusik Sampler 30. 1824 ( „The lark ascending“); CD 30. 2066 ( Die Quartette )
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