F.E. Higgins: Das schwarze Buch der Geheimnisse

3 Juli, 2008

Dieser Abenteuerroman mit einigen fantastischen Elementen hat nicht nur ein ansprechend spannendes Cover…nein das Cover passt auch zum Inhalt. Der ist nämlich genauso spannend und in einem interessanten Wechsel von Ich-Perspektive und auktorialem Erzähler vom Autor verfasst.

In dem Buch geht es um den Jungen Ludlow, der in einer Stadt, vermutlich Ende des 18. Jhd., lebt und von “Ma” und “Pa” zum Taschendieb erzogen wird, damit diese ihre Alkoholabhängigkeit finanzieren können. Als diese nicht einmal mehr davor zurückschrecken, seine gesunden Zähne zu versetzten, schafft es Ludlow, seinen Eltern zu entkommen und fährt als blinder Passagier in einer Kutsche nach Pagus Parvus, einem kleinen, an einem Berghang gelegenen Dorf. Dort lernt er den ebenfalls gerade angekommenen Joe Zabbidou kennen, der ihn in seinem Pfandleihgeschäft zu seinem Lehrling macht. Doch Mr. Zabbidou ist weder ein gewöhnlicher Pfandleiher noch ein gewöhnlicher Mensch. Tortzdem niemand, am allerwenigsten Ludlow, aus ihm schlau wird,  vertrauen die Menschen ihm, denn bei ihm kann man Geheimnisse verpfänden und davon haben die Dorfbewohner eine Menge…und die meisten haben mit dem bösartigen ”Geschäftsmann” Jeremiah Ratchet zu tun, der das Dorf und seine Bewohner fest im Griff hat. Diesem sind Ludlow und Joe ein Dorn im Auge, drohen sie doch sein Netz aus Verbrechen und Erpressung zu zerstören.

Die Personen im Dorf, der seltsame Mr. Zabbidou, der “Bilderbuch-Bösewicht” Ratchet  und die symaptische Hauptfigur Ludlow ergeben eine wunderbare Mischung, die zusammen mit einer packenden Geschichte zu einem guten und lesenwerten Jugendbuch werden. Außerdem ist es sehr angenehm, dass der Autor auf eine erzwungene Liebesgeschichte verzichtet…ist auch überhaupt nicht nötig, denn es ist ein rundum gelungenes Buch, dass durch einige Erklärungen zu Begriffen, die heutzutage weniger gebräuchlich sind, wunderbar abgerundet wird. 

 

Standort: Bücherschiff – Abenteuer ab 13

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