Archiv für Mai, 2008

Airbourne „Runnin’ wild“

20 Mai, 2008

 

Runnin' Wild 

Man kann getrost sagen, das mit diesem Debutalbum, die legitimen Nachfolger von AC/DC an den Start gegangen sind. Umso lustiger ist es, das auch diese fünf netten Herren aus „Downunder“ stammen und mit ihrem ultra – rockigem Stoff ihren großen Vorbildern huldigen.

Böse Zungen werden sicher sagen: „Braucht man nicht, is ja eh derselbe Kram wie AC/DC!“ Kann ja sein, but who cares!!! Wenn es die Herren Young und Johnson nicht mehr schaffen neuen Stoff zu schreiben, müssen sie sich nicht wundern, das ihre Nachfolger in den Startlöchern sitzen!

Klar hört sich die Scheibe verdammt nach Angus & Co. an, aber die nur geringfügig umgestellten Riff’s sprühen vor Energie und Frische und das Album geht vom ersten Ton an direkt in die Fußspitzen…

Es rockt ohne Ende und wer drauf steht, wird die Band sofort in sein Rockerherz aufnehmen.

Standort: Musikabteilung Zentralbibliothek / Signatur: Heavy Metal Hardrock Punk 80.3316

Selznick, Brian: Die Entdeckung des Hugo Cabret. Ein Roman in Worten und Bildern

6 Mai, 2008

 Dieser außergewöhnliche Roman spielt in Paris im Jahre 1931. Der 12jährige Hugo lebt heimlich im riesigen Bahnhof von Montparnasse. Seit sein alkoholkranker Großvater verschwunden ist, wartet und repariert er an dessen Stelle die vielen großen Uhren im Bahnhof. Seine Leidenschaft gilt aber einem kaputten Automaten, einem kleinen mechanischen Menschen, den er wieder in Gang setzen will. Überleben kann er nur durch kleinere Diebstähle und dabei lernt er einen Spielwarenverkäufer und das Mädchen Isabelle kennen und langsam beginnt sich sein Leben zu ändern…
Es ist die Zeit des Stummfilms und Selznick, Illustrator der New York Times, verbindet das Schicksal Hugos mit dem von Georges Mèliès, einem Pionier des französischen Films.
Das Faszinierende an diesem Buch ist neben dem ungewöhnlichen Schauplatz die Kombination von Text und Bildfolgen : wunderbar eindringliche Schwarz-Weiß-Zeichnungen, die die Geschichte eigenständig weitererzählen. Durch diesen Wechsel von Bildern und Text entwickelt die Geschichte eine eigentümliche Spannung und Faszination, der man sich kaum entziehen kann – wunderbares „Kino im Kopf“! Auch Lesemuffel kommen voll auf ihre Kosten: Der über 500 Seiten dicke Band muss ja nur halb gelesen werden…
Gründlich misslungen ist leider das Titelbild – es suggeriert durch Motiv und Farbgebung ein actionreiches Fantasy-Abenteuer.

München: cbj, 2008

Standort: BÜCHERSCHIFF bei „Abenteuer ab 9“