Archiv für Februar, 2008

Pete Townshend „White City“

23 Februar, 2008

 White City

In diesem Blog soll auch Platz sein, ältere Perlen aus unserem Bestand zu besprechen.

Den Anfang macht Pete Townshend’s Album “ White City “ aus dem Jahr 1986.

Townshend, der führende Musiker bei „The Who“, wandelte schon früher auf Solopfaden.  Mit dieser Platte gelang ihm Mitte der 80er jedoch der große Wurf.

Wie im Untertitel (a novel) dieses Albums zu lesen,  handelt es sich bei diesem Meisterwerk um die sowohl musikalische als auch textliche Umsetzung eines Stoffes, der Townshend am Herzen lag. Auf dem Höhepunkt der trostlosen „Thatcher – Ära“ beschäftigt er sich mit einer Region Londons, die zu dieser Zeit ein berüchtigter sozialer Brennpunkt war.

Ihm gelingt es, sich mit diesem Konzeptalbum inhaltlich mit  kritisch/wütenden Texten zu Wort zu melden und eine Bestandsaufnahme des Lebens in diesem Viertel abzuliefern, die ihn als genauen Beobachter auszeichnet.

Musikalisch, ist „White City“ wie aus einem Guss. Man kann die Platte – und das zeichnet bekanntlich die grandioseren aus – von Anfang bis Ende durchhören, ohne das das Niveau abfällt. Überragend sind der Opener “ Give Blood“, „Face the face“, „Crashing by design“ und das alles überstrahlende „White City fighting“.

In den an musikalischen Höhepunkten armen 80ern war und ist dieses Album bis heute ein Meilenstein.

Standort: Zentralbibliothek Musikabteilung CD Rock Pop 80.3268

Joe Jackson “ Rain“

22 Februar, 2008

 Rain

Knapp fünf Jahre sind vergangen, in denen Jackson nichts von sich hat hören lassen.

Resultat der kreativen Pause: ein Album in Triobesetzung. Jackson hat sich reduziert auf die klassische Jazzbesetzung Piano, Bass und Drums.Heißt aber nicht, das die Musik in diese Richtung zielt…

Graham Maybe und Dave Houghton seine langjährigen Spezi’s der „Joe Jackson Band“ sind mit von der Partie und brillieren zusammen mit ihrem Chef.

Mit dieser Instrumentierung gelingt es Jackson, seinen zehn neuen für dieses Album ausgewählten Songs Intimität einzuhauchen, die auf der einen Seite an frühere Perlen wie „One to one “ erinnern, andererseits auch genügend Power haben um im Uptempo zu begeistern.

Stilistisch ist die Platte, – wenn auch ruhiger, weil die Gitarre als zweites Melodieinstrument fehlt – eine Fortführung des 2003er Albums „Volume 4″.

Man hört schon den typischen Joe Jackson raus. Ungewöhnlich ist, das er in fast jedem Song seiner Stimme das Falsett abnötigt, was auf Dauer als Stilmittel nervt, weil überbetont ist, und es seine Stimme nicht wirklich verträgt.

Fazit: ein gutes Album mit zum Teil überdurchschnittlichen Songs, ( “Invisible Man“ ) die ihre wahre Pracht bei jedem hören mehr entfalten.

Standort: Zentralbibliothek Musikabteilung Rock Pop / 80.142