Polarkreis 18 ist eine Band aus Dresden, die uns in diesem Blog eine kurze Besprechung wert ist.
Mit ihrer musikalischen Mischung aus feinzieselierter Elektronik, opulenten – an der Klassik orientierten Streicherarrangements – und der druckvollen Härte des Metal hat diese Kapelle im letzten Jahr auf sich aufmerksam gemacht.
Beim Hören des selbstbetitelten Debütalbums fällt zuerst die im hohen Falsett tremolierende Stimme des Sängers Felix Räuber auf. Zugegeben – gewöhnungsbedürftig, aber durchaus passend, wenn man sich auf das musikalische Gesamtkonzept dieser Platte einlässt. Die Songs – alle in englischer Sprache gesungen – besitzen eine ganz eigentümliche Anziehungskraft. Es entsteht ein regelrechter Sog, in den man hineingezogen wird, je häufiger man dieses Album hört. Die Anziehungskraft entsteht durch die enormen, dynamischen Spannungsbögen, die fast alle diese Songs charakterisieren.
Die Musiker verstehen etwas vom Arrangieren und Instrumentieren. Das Resultat ist Musik, die weit jenseits der üblichen Pop-Dutzendware anzusiedeln ist.
Es erinnert vieles auf diesem Werk an klassische Musik. Vordergründig durch piepsende und fiepsende Elektronik, ausgeklügelte Streicherarrangements und die musikalische Härte der Band transportiert, subtiler hörbar im formalen Aufbau der Songs.
Kurz: dies ist Musik, die man nicht nebenbei hören sollte, sondern die man in Ruhe entdecken und sogar erforschen muss.
Artverwandtes in dieser Richtung: Air, Sigur Ros, The Notwist und sogar Muse
Standort: CD Rock Pop 80.3091 Musikabteilung Zentalbibliothek
