Selznick, Brian: Die Entdeckung des Hugo Cabret. Ein Roman in Worten und Bildern
6 Mai, 2008
Dieser außergewöhnliche Roman spielt in Paris im Jahre 1931. Der 12jährige Hugo lebt heimlich im riesigen Bahnhof von Montparnasse. Seit sein alkoholkranker Großvater verschwunden ist, wartet und repariert er an dessen Stelle die vielen großen Uhren im Bahnhof. Seine Leidenschaft gilt aber einem kaputten Automaten, einem kleinen mechanischen Menschen, den er wieder in Gang setzen will. Überleben kann er nur durch kleinere Diebstähle und dabei lernt er einen Spielwarenverkäufer und das Mädchen Isabelle kennen und langsam beginnt sich sein Leben zu ändern…
Es ist die Zeit des Stummfilms und Selznick, Illustrator der New York Times, verbindet das Schicksal Hugos mit dem von Georges Mèliès, einem Pionier des französischen Films.
Das Faszinierende an diesem Buch ist neben dem ungewöhnlichen Schauplatz die Kombination von Text und Bildfolgen : wunderbar eindringliche Schwarz-Weiß-Zeichnungen, die die Geschichte eigenständig weitererzählen. Durch diesen Wechsel von Bildern und Text entwickelt die Geschichte eine eigentümliche Spannung und Faszination, der man sich kaum entziehen kann – wunderbares „Kino im Kopf“! Auch Lesemuffel kommen voll auf ihre Kosten: Der über 500 Seiten dicke Band muss ja nur halb gelesen werden…
Gründlich misslungen ist leider das Titelbild – es suggeriert durch Motiv und Farbgebung ein actionreiches Fantasy-Abenteuer.
München: cbj, 2008
Standort: BÜCHERSCHIFF bei „Abenteuer ab 9“





